Die Klippen der Reaktanz umschiffen – Mit Storytelling.

Warum sind Geschichten überzeugender und motivierender als Fakten und logische Argumente? Der Held einer guten Geschichte als Projektions- und Identifikationsfigur spielt hier eine zentrale Rolle. Warum?

Wer Menschen überzeugen will, muss oft viele Widerstände überwinden: Zweifel und Kritik, Desinteresse oder sogar offene Ablehnung. Eine der grössten Herausforderungen im Überzeugungsprozess ist jedoch die Reaktanz.

Psychologen verstehen darunter eine Abwehrhaltung aufgrund eingeschränkter Wahlfreiheit. Quasi eine Überreaktion ins Negative, wenn wir das Gefühl haben, dass unser Entscheidungsspielraum eingeschränkt wird. Wir fühlen uns unter Druck gesetzt durch eine selektive Auswahl von Argumenten oder gar manipulierte Fakten. „Die Klippen der Reaktanz umschiffen – Mit Storytelling.“ weiterlesen

VUCA – Eine Antwort auf Komplexität in Veränderungsprozessen.

Immer mehr Unternehmen stehen vor Veränderungssituationen oder befinden sich bereits mitten drin. Je nach Dynamik des Umfeldes ist „nach der Reorganisation“ bereits wieder „vor der Reorganisation“.

Die Gründe liegen in der zunehmenden Komplexität unserer Umwelt, kombiniert mit den steigenden Anforderungen und Erwartungen seitens Mitarbeitenden, Kunden und weiterer Anspruchsgruppen.

Im Angesicht solcher (teilweise tiefgreifender) Veränderungsprozessen lässt sich in Organisationen ein Muster erkennen, welches sich am besten mit dem berühmten Phasen-Modell der schweiz-US-amerikanischen Psychologin Elisabeth Kübler Ross erläutern lässt. Umgedeutet auf die Unternehmenssituation:

 

Dieser Verlauf ist zu einem gewissen Grad völlig normal. Die Kurve zeigt „den Durchschnitt“ der Belegschaft an. Je nach Persönlichkeit, Charakter oder persönlicher Betroffenheit begegnen die Mitarbeitenden der Veränderung mehr oder weniger positiv. „VUCA – Eine Antwort auf Komplexität in Veränderungsprozessen.“ weiterlesen

Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.

Das Aufkommen von Internet und sozialen Medien hat uns neben vielen Vorzügen auch viele Herausforderungen beschert, ich denke an Themen wie „Handysucht“, „Digitale Demenz“ oder der Verlust der Fähigkeit, konzentriert zu arbeiten.

Ich möchte gerne auf eine Thematik eingehen, die mich aktuell am meisten stört: Das massenhafte Vorkommen von Bullshit. Sei es beim Zappen durch das TV-Programm, beim Surfen durch das Internet oder beim Öffnen gewisser Social Media Portale: Selbst-ernannte Experten schleudern uns ihre Halbwahrheiten entgegen und stehlen uns wertvolle Aufmerksamkeit.

Gut, fairerweise kann man einwenden, dass es schon immer belangloses Geschwätz, Gefasel, Hochstaplerei, Schwindel und Quacksalberei gegeben hat. Aber mit den sozialen Medien und der zunehmenden Geschwindigkeit und Omnipräsenz von Informationen jedwelcher Art ist ein Level erreicht, der eine eingehendere Auseinandersetzung mit Bullshit rechtfertigt. „Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.“ weiterlesen

Klarheit im Quadrat – Zwischenmenschliche Kommunikation meistern

Wir alle tun es täglich, seit Jahrzehnten, und doch scheitern wir hin und wieder dabei: Miteinander reden. Die zwischenmenschliche Kommunikation scheint einerseits ganz einfach („das kann ja jeder“), andererseits sehr schwierig („er versteht mich einfach nicht“).

Erfolgreiche Kommunikation ist eine komplexe Angelegenheit. Doch es gibt Mittel und Wege, diese Komplexität zu meistern und mehr Klarheit in unsere Kommunikation zu bringen. Damit Projekte mit Erfolg bewältigt werden können und Beziehungen (sei es geschäftlich oder privat) florieren können.

Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun

Manchmal haben wir in Gesprächen das Gefühl, dass irgendetwas einfach nicht bei unserem Gesprächspartner ankommt. Auch wenn man Formulierungen ändert oder versucht, sich der Sache von einer anderen Seite zu nähern: Es gibt da diese Kommunikationsbarriere, die sich einfach nicht überwinden lässt. „Klarheit im Quadrat – Zwischenmenschliche Kommunikation meistern“ weiterlesen

VUCA – Orientierung in komplexen Zeiten

Ursprünglich eingeführt vom US Army War College nach dem Kalten Krieg, um die „neue, komplexe Weltordnung“ zu erklären, kann uns VUCA (ein Akkronym für volatility, uncertainty, complexity and ambiguity) auch heute noch wertvolle Dienste leisten.

Denn unsere Welt und unsere Herausforderungen lassen sich mit diesen vier Begriffen zweckdienlich kategorisieren. Und es lassen sich auch Antworten und Instrumente definieren, die uns helfen, mit VUCA konstruktiv umzugehen. Doch zuerst folgt eine kurze Einleitung.

Volatilität (volatility)

Flüchtigkeit. Wir leben in einer Welt, die sich ständig verändert, instabiler wird und in der kleine oder gravierende Veränderungen unvorhersehbarer werden – und zwar immer drastischer und immer schneller. Ereignisse verlaufen völlig unerwartet und das Verstehen von Ursache und Wirkung wird mitunter unmöglich. „VUCA – Orientierung in komplexen Zeiten“ weiterlesen

Ganzheitlich kommunizieren – mit Hirn, Herz und Hand.

Damit Komplexität in der Kommunikation erfolgreich gemeistert werden kann, muss man sich zwangsläufig auch mit pädagogischen Fragen auseinandersetzen.

Als Absender* von (komplexer) Kommunikation habe ich gegenüber meiner Zielgruppe ja automatisch einen Informationsvorsprung. Wie gelingt es mir, meine Inhalte verständlich und ansprechend zu gestalten, damit diese beim Empfänger* etwas auslösen?

* Das simple „Absender-Empfänger-Modell“ entpricht nicht meinem persönlichen Verständnis von Kommunikation. Ich verwende es hier trotzdem, da es hilft, die Fragestellung zu veranschaulichen.

Ganzheitliches Konzept von Pestalozzi

Als verantwortungsvoller Vater began mich diese Frage vor einigen Jahren auch privat zu interessieren. Eine inspirierende Antwort fand ich im Werk des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi. Vereinfacht gesagt geht es um folgenden Dreiklang: Hirn, Herz, Hand.

Sein Ziel war ein ganzheitliches, handlungsorientiertes Konzept, das der Art und Weise, wie wir Menschen Informationen aufnehmen, gerecht wird. Im Zusammenhang mit komplexer Kommunikation also sinngemäss:   „Ganzheitlich kommunizieren – mit Hirn, Herz und Hand.“ weiterlesen

Unangemessene Vereinfachung – Gefahren im Umgang mit Komplexität.

Es ist eine Binsenweisheit: Die Menge an Informationen und auch deren Komplexität nehmen laufend zu. Seien es Marketing-Kampagnen, politische Diskussionen oder wissenschaftliche Forschungsergebnisse: Uns fehlt die Übersicht.

Das Patentrezept der letzten Jahre: Wir müssen Komplexität reduzieren.

Das ist wohl nachvollziehbar, aber trotzdem oft nicht zielführend. Denn komplexe Herausforderungen wie z.B. das hybride Kundenverhalten, die Umsetzung der neue Unternehmens-Strategie oder der Klimawandel lassen sich nun mal nicht in eine Vier-Felder-Matrix, einen 140-Zeichen-Tweet oder eine 20Minuten-News zwängen. „Unangemessene Vereinfachung – Gefahren im Umgang mit Komplexität.“ weiterlesen

Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.

Ein Wort, das im Titel mehr als eine Zeile braucht und 35 Zeichen zählt, kann das was Gutes sein? Und weshalb soll das relevant oder lesenswert sein?

Ich bin überzeugt, dass die Fähigkeit, mit Überforderung, Stress und Unsicherheit konstruktiv umzugehen, ein wichtiger Erfolgsfaktor der kommenden Jahre und Jahrzehnte ist.

Sei es als Projektleiter oder als Vater zweier Kinder: In gewissen Situationen wünschte ich mir, ich hätte mehr als 1 Kopf und mehr als 2 Hände, um allen und allem gerecht zu werden. Doch anstatt sich Unmögliches zu wünschen, konzentriert man sich besser darauf, die kurzfristige Überforderung zu bewältigen.

Das gelingt nicht von heute auf morgen. Doch mit einer konstruktiven Einstellung und jahrelanger Berufserfahrung bringt mich heute nichts mehr so schnell aus der Ruhe. Was sich für alle Beteiligten lohnt, da man mit ruhigem Kopf das Ziel nicht aus den Augen verliert und bessere Entscheide trifft. „Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.“ weiterlesen

Analyse – Wissen, worum es geht.

Egal ob es um die Schärfung einer Identität, die Formulierung von Botschaften oder die Übernahme einer Projektleitung geht: Am Anfang sollte stets eine (zumindest kurz und knappe) Analyse stehen.

Unter Analyse verstehe ich eine zielführende, systematische und für den Kunden nachvollziehbare Untersuchung einer Situation: Wie ist die Ausgangslage, was sind die Herausforderungen, was für Abhängigkeiten gibt es, wie sieht es mit Ressourcen aus etc.

Ziel ist das Gewinnen von neuen, wertvollen Erkenntnissen, welche die Basis für Entscheide, Konzepte und Strategien sind. „Analyse – Wissen, worum es geht.“ weiterlesen

Ambiguitätstoleranz – Mehrdeutigkeit und Widersprüche akzeptieren und aushalten.

In der heutigen Berufswelt, und insbesondere als Projektleiter, kommt man unweigerlich in Situationen, die mehrdeutig oder sogar widersprüchlich sind.

Das kann unangenehm sein, Stress hervorrufen und im schlimmsten Fall den Projekterfolg gefährden.

In solchen Momenten ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und die momentanen Unsicherheiten auszuhalten. Nur so bleibt man handlungsfähig und führt seine Vorhaben auch gegen kurzfristige Widrigkeiten zum Erfolg.

Es geht letztlich darum, Vieldeutigkeit und Unsicherheit zur Kenntnis zu nehmen und ertragen zu können und dabei idealerweise auch positiv zu bleiben. Dies wird in der Fachwelt als „Ambiguitätstoleranz“ bezeichnet. „Ambiguitätstoleranz – Mehrdeutigkeit und Widersprüche akzeptieren und aushalten.“ weiterlesen

Kompliziert oder komplex – unterschiedliche Zustände fordern unterschiedliche Vorgehensweisen.

Unsere Welt wird aufgrund von Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung und Spezialisierung laufend komplexer und dynamischer.

Jede Entscheidung hat Auswirkungen. Der kausale Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung entzieht sich je länger je mehr unserer Fassbarkeit.

Es fehlt die Übersicht. Trotzdem müssen wir handlungsfähig bleiben.

Was hierbei helfen kann, ist die Unterscheidung von Phänomenen (Problemen, Systemen etc.) in zwei unterschiedliche Zustände: komplex und kompliziert. „Kompliziert oder komplex – unterschiedliche Zustände fordern unterschiedliche Vorgehensweisen.“ weiterlesen