Mit „Warum“ die Kommunikation wirkungsvoller machen.

Die allermeisten von uns wissen, WAS sie tun: Die Produkte die wir verkaufen oder den Job den wir erledigen. Einige von uns wissen, WIE sie dies tun: Die Eigenschaften, die uns von anderen unterscheiden (USP, Differenzierung etc.). Aber die wenigsten von uns können klar zum Ausdruck bringen, WARUM sie tun, was sie tun. Dabei liegt hier die Quelle für Motivation und Erfolg.

Manchmal verwandelt sich ein Projekt, das zu Beginn wie ein Spaziergang wirkte, plötzlich zu einem Disaster. Oder andersrum, wir bringen etwas supertoll zum Abschluss, obwohl die Annahmen und Analysen das Gegenteil hatten vermuten lassen.  Solche Mysterien lassen sich erklären mit der Frage nach dem WARUM. „Mit „Warum“ die Kommunikation wirkungsvoller machen.“ weiterlesen

VUCA – Eine Antwort auf Komplexität in Veränderungsprozessen.

Immer mehr Unternehmen stehen vor Veränderungssituationen oder befinden sich bereits mitten drin. Je nach Dynamik des Umfeldes ist „nach der Reorganisation“ bereits wieder „vor der Reorganisation“.

Die Gründe liegen in der zunehmenden Komplexität unserer Umwelt, kombiniert mit den steigenden Anforderungen und Erwartungen seitens Mitarbeitenden, Kunden und weiterer Anspruchsgruppen.

Im Angesicht solcher (teilweise tiefgreifender) Veränderungsprozessen lässt sich in Organisationen ein Muster erkennen, welches sich am besten mit dem berühmten Phasen-Modell der schweiz-US-amerikanischen Psychologin Elisabeth Kübler Ross erläutern lässt. Umgedeutet auf die Unternehmenssituation:

 

Dieser Verlauf ist zu einem gewissen Grad völlig normal. Die Kurve zeigt „den Durchschnitt“ der Belegschaft an. Je nach Persönlichkeit, Charakter oder persönlicher Betroffenheit begegnen die Mitarbeitenden der Veränderung mehr oder weniger positiv. „VUCA – Eine Antwort auf Komplexität in Veränderungsprozessen.“ weiterlesen

Sich verständlich ausdrücken – Hommage an einen Klassiker.

Es ist nicht besonders schwierig, kompliziert zu schreiben. Die Kunst liegt vielmehr darin, verständlich zu schreiben, und zwar auch dann, wenn der Inhalt komplex ist. Gelingt dies, versteht der Empfänger den Sachverhalt, ohne sich grossartig anstrengen zu müssen. Doch was macht einen Text verständlich?

Das Hamburger Verständlichkeitsmodell schafft Klarheit

In den 1970-er Jahre entwickelten deutsche Psychologen um Friedemann Schulz von Thun im Rahmen einer 10-jährigen Forschungsarbeit das
«Hamburger Verständlichkeitsmodell». Sie stützen sich dabei auf Ergebnisse aus der Lesbarkeitsforschung und auf das Vier-Seiten-Modell der Kommunikation, nach dem jede Äusserung vier Ebenen hat (Sachebene, Selbstkundgabe, Beziehungs- und Appellseite).

Ihr Modell beinhaltet vier Dimensionen der Verständlichkeit:

  1. Einfachheit
  2. Gliederung und Ordnung
  3. Kürze und Prägnanz
  4. Anregende Zusätze

Wer beim Schreiben auf diese vier Dimensionen achtet und die richtige Mischung findet, vermittelt seine Botschaften effizient und macht das Lesen zur Freude. „Sich verständlich ausdrücken – Hommage an einen Klassiker.“ weiterlesen

Xennials – Vermittler zwischen den Welten.

Menschen suchen nach Ordnung und Struktur. So beschäftigen sich z.B. Soziologen, Philosophen und Wirtschaftswissenschaftler gerne mit der Suche, Definition und Benennung von Generationen.

Auf die Baby-Boomer (geboren nach dem zweiten Weltkrieg bis 1965) folgte die Generation X (1965 – 1980), in Deutschland auch Generation Golf genannt, und darauf die Generation Y (1980 – 2000), auch Millenials genannt. Aktuell wächst Generation Z (2000-2015) heran. Welcher Buchstabe/Zahl/Zeichen wohl als nächstes kommt?

Wie auch immer, zu diesen Begriffen wurde bereits erschöpfend viel geschrieben und geredet. Mir geht es weder um die Korrektheit dieser Beschreibungen noch um nostalgisches Schwelgen in der Vergangenheit, sondern um ein interessantes Phänomen zwischen der Generation X und den Millenials.

Als Mensch mit Jahrgang 1980 befinde ich mich nämlich genau im Sandwich, am Kulminationspunkt dieser beiden Gruppen. „Xennials – Vermittler zwischen den Welten.“ weiterlesen

Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.

Das Aufkommen von Internet und sozialen Medien hat uns neben vielen Vorzügen auch viele Herausforderungen beschert, ich denke an Themen wie „Handysucht“, „Digitale Demenz“ oder der Verlust der Fähigkeit, konzentriert zu arbeiten.

Ich möchte gerne auf eine Thematik eingehen, die mich aktuell am meisten stört: Das massenhafte Vorkommen von Bullshit. Sei es beim Zappen durch das TV-Programm, beim Surfen durch das Internet oder beim Öffnen gewisser Social Media Portale: Selbst-ernannte Experten schleudern uns ihre Halbwahrheiten entgegen und stehlen uns wertvolle Aufmerksamkeit.

Gut, fairerweise kann man einwenden, dass es schon immer belangloses Geschwätz, Gefasel, Hochstaplerei, Schwindel und Quacksalberei gegeben hat. Aber mit den sozialen Medien und der zunehmenden Geschwindigkeit und Omnipräsenz von Informationen jedwelcher Art ist ein Level erreicht, der eine eingehendere Auseinandersetzung mit Bullshit rechtfertigt. „Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.“ weiterlesen

Klarheit im Quadrat – Zwischenmenschliche Kommunikation meistern

Wir alle tun es täglich, seit Jahrzehnten, und doch scheitern wir hin und wieder dabei: Miteinander reden. Die zwischenmenschliche Kommunikation scheint einerseits ganz einfach („das kann ja jeder“), andererseits sehr schwierig („er versteht mich einfach nicht“).

Erfolgreiche Kommunikation ist eine komplexe Angelegenheit. Doch es gibt Mittel und Wege, diese Komplexität zu meistern und mehr Klarheit in unsere Kommunikation zu bringen. Damit Projekte mit Erfolg bewältigt werden können und Beziehungen (sei es geschäftlich oder privat) florieren können.

Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun

Manchmal haben wir in Gesprächen das Gefühl, dass irgendetwas einfach nicht bei unserem Gesprächspartner ankommt. Auch wenn man Formulierungen ändert oder versucht, sich der Sache von einer anderen Seite zu nähern: Es gibt da diese Kommunikationsbarriere, die sich einfach nicht überwinden lässt. „Klarheit im Quadrat – Zwischenmenschliche Kommunikation meistern“ weiterlesen

VUCA – Orientierung in komplexen Zeiten

Ursprünglich eingeführt vom US Army War College nach dem Kalten Krieg, um die „neue, komplexe Weltordnung“ zu erklären, kann uns VUCA (ein Akkronym für volatility, uncertainty, complexity and ambiguity) auch heute noch wertvolle Dienste leisten.

Denn unsere Welt und unsere Herausforderungen lassen sich mit diesen vier Begriffen zweckdienlich kategorisieren. Und es lassen sich auch Antworten und Instrumente definieren, die uns helfen, mit VUCA konstruktiv umzugehen. Doch zuerst folgt eine kurze Einleitung.

Volatilität (volatility)

Flüchtigkeit. Wir leben in einer Welt, die sich ständig verändert, instabiler wird und in der kleine oder gravierende Veränderungen unvorhersehbarer werden – und zwar immer drastischer und immer schneller. Ereignisse verlaufen völlig unerwartet und das Verstehen von Ursache und Wirkung wird mitunter unmöglich. „VUCA – Orientierung in komplexen Zeiten“ weiterlesen

Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.

Ein Wort, das im Titel mehr als eine Zeile braucht und 35 Zeichen zählt, kann das was Gutes sein? Und weshalb soll das relevant oder lesenswert sein?

Ich bin überzeugt, dass die Fähigkeit, mit Überforderung, Stress und Unsicherheit konstruktiv umzugehen, ein wichtiger Erfolgsfaktor der kommenden Jahre und Jahrzehnte ist.

Sei es als Projektleiter oder als Vater zweier Kinder: In gewissen Situationen wünschte ich mir, ich hätte mehr als 1 Kopf und mehr als 2 Hände, um allen und allem gerecht zu werden. Doch anstatt sich Unmögliches zu wünschen, konzentriert man sich besser darauf, die kurzfristige Überforderung zu bewältigen.

Das gelingt nicht von heute auf morgen. Doch mit einer konstruktiven Einstellung und jahrelanger Berufserfahrung bringt mich heute nichts mehr so schnell aus der Ruhe. Was sich für alle Beteiligten lohnt, da man mit ruhigem Kopf das Ziel nicht aus den Augen verliert und bessere Entscheide trifft. „Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.“ weiterlesen

Analyse – Wissen, worum es geht.

Egal ob es um die Schärfung einer Identität, die Formulierung von Botschaften oder die Übernahme einer Projektleitung geht: Am Anfang sollte stets eine (zumindest kurz und knappe) Analyse stehen.

Unter Analyse verstehe ich eine zielführende, systematische und für den Kunden nachvollziehbare Untersuchung einer Situation: Wie ist die Ausgangslage, was sind die Herausforderungen, was für Abhängigkeiten gibt es, wie sieht es mit Ressourcen aus etc.

Ziel ist das Gewinnen von neuen, wertvollen Erkenntnissen, welche die Basis für Entscheide, Konzepte und Strategien sind. „Analyse – Wissen, worum es geht.“ weiterlesen

Ambiguitätstoleranz – Mehrdeutigkeit und Widersprüche akzeptieren und aushalten.

In der heutigen Berufswelt, und insbesondere als Projektleiter, kommt man unweigerlich in Situationen, die mehrdeutig oder sogar widersprüchlich sind.

Das kann unangenehm sein, Stress hervorrufen und im schlimmsten Fall den Projekterfolg gefährden.

In solchen Momenten ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und die momentanen Unsicherheiten auszuhalten. Nur so bleibt man handlungsfähig und führt seine Vorhaben auch gegen kurzfristige Widrigkeiten zum Erfolg.

Es geht letztlich darum, Vieldeutigkeit und Unsicherheit zur Kenntnis zu nehmen und ertragen zu können und dabei idealerweise auch positiv zu bleiben. Dies wird in der Fachwelt als „Ambiguitätstoleranz“ bezeichnet. „Ambiguitätstoleranz – Mehrdeutigkeit und Widersprüche akzeptieren und aushalten.“ weiterlesen

Mittelwert – was genau ist gemeint?

Wenn wir Phänomene, vorallem wenn Sie mit Zahlen und Häufigkeit zu tun haben, beschreiben wollen, bedienen wir uns oft dem Begriff „im Durchschnitt“. Viele verstehen darunter das „arithmetische Mittel“.

Gerade auch im Marketing und im Management zieht man solche Hilfsmittel hinzu, um Entscheide abzustützen.

Ohne zu fest in statistische (Un-)Tiefen abdriften zu wollen, lohnt sich deshalb ein kurzer Ausflug, um Mittelwerte zukünftig möglichst sinnvoll einzusetzen. „Mittelwert – was genau ist gemeint?“ weiterlesen

Kompliziert oder komplex – unterschiedliche Zustände fordern unterschiedliche Vorgehensweisen.

Unsere Welt wird aufgrund von Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung und Spezialisierung laufend komplexer und dynamischer.

Jede Entscheidung hat Auswirkungen. Der kausale Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung entzieht sich je länger je mehr unserer Fassbarkeit.

Es fehlt die Übersicht. Trotzdem müssen wir handlungsfähig bleiben.

Was hierbei helfen kann, ist die Unterscheidung von Phänomenen (Problemen, Systemen etc.) in zwei unterschiedliche Zustände: komplex und kompliziert. „Kompliziert oder komplex – unterschiedliche Zustände fordern unterschiedliche Vorgehensweisen.“ weiterlesen