Freude herrscht: Award für Mitarbeitermagazin équipe der Suva gewonnen!

Chefredaktor Patrick Kirchhofer und Gestalterin Cécile Hertling mit der silbernen Feder.
Chefredaktor Patrick Kirchhofer und Gestalterin Cécile Hertling mit der silbernen Feder.

Der Schweizerische Verband für interne und integrierte Kommunikation (SVIK) prämierte auch 2019 die besten Magazine für Mitarbeitende. Ich bin stolz auf das Resultat: Platz 2 (die silberne Feder). Auf Platz 1 war Novartis. Ein würdiger Sieger.

Eine Zusammenfassung gibt es hier als PDF.

 

Professionelle Texte – Warum sich eine eigene Markensprache lohnt.

Bei Marken, Branding, Corporate Identity denken viele von uns zuerst an Design, Farben, das Logo. Dabei definieren sich erfolgreiche Brands nicht nur über Äusserlichkeiten. Marken brauchen auch eine Stimme. Deshalb widmet sich dieser Blog-Beitrag dem Corporate Text, dem unterschätzten Erfolgsfaktor.

Oft hört man: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Stimmt schon, ist aber leider nur die halbe Wahrheit. Korrekt müsste es lauten:

Bilder schaffen Aufmerksamkeit. Aber Worte stiften Sinn.

Wenn es z.B. um Kunst geht, dann darf jeder eine andere Botschaft in ein Werk hineininterpretieren. Aber wenn es um zielgerichtete Kommunikation geht, muss eine klare Botschaft übermittelt werden. Dann darf es keinen Zweifel geben, ob/wie/warum das Bild zu verstehen ist. So funktioniert erfolgreiche Marketing-Kommunikation: im sinnvollen Zusammenspiel von Wort und Bild. „Professionelle Texte – Warum sich eine eigene Markensprache lohnt.“ weiterlesen

Die Klippen der Reaktanz umschiffen – Mit Storytelling.

Warum sind Geschichten überzeugender und motivierender als Fakten und logische Argumente? Der Held einer guten Geschichte als Projektions- und Identifikationsfigur spielt hier eine zentrale Rolle. Warum?

Wer Menschen überzeugen will, muss oft viele Widerstände überwinden: Zweifel und Kritik, Desinteresse oder sogar offene Ablehnung. Eine der grössten Herausforderungen im Überzeugungsprozess ist jedoch die Reaktanz.

Psychologen verstehen darunter eine Abwehrhaltung aufgrund eingeschränkter Wahlfreiheit. Quasi eine Überreaktion ins Negative, wenn wir das Gefühl haben, dass unser Entscheidungsspielraum eingeschränkt wird. Wir fühlen uns unter Druck gesetzt durch eine selektive Auswahl von Argumenten oder gar manipulierte Fakten. „Die Klippen der Reaktanz umschiffen – Mit Storytelling.“ weiterlesen

Mit „Warum“ die Kommunikation wirkungsvoller machen.

Die allermeisten von uns wissen, WAS sie tun: Die Produkte die wir verkaufen oder den Job den wir erledigen. Einige von uns wissen, WIE sie dies tun: Die Eigenschaften, die uns von anderen unterscheiden (USP, Differenzierung etc.). Aber die wenigsten von uns können klar zum Ausdruck bringen, WARUM sie tun, was sie tun. Dabei liegt hier die Quelle für Motivation und Erfolg.

Manchmal verwandelt sich ein Projekt, das zu Beginn wie ein Spaziergang wirkte, plötzlich zu einem Disaster. Oder andersrum, wir bringen etwas supertoll zum Abschluss, obwohl die Annahmen und Analysen das Gegenteil hatten vermuten lassen.  Solche Mysterien lassen sich erklären mit der Frage nach dem WARUM. „Mit „Warum“ die Kommunikation wirkungsvoller machen.“ weiterlesen

Sich verständlich ausdrücken – Hommage an einen Klassiker.

Es ist nicht besonders schwierig, kompliziert zu schreiben. Die Kunst liegt vielmehr darin, verständlich zu schreiben, und zwar auch dann, wenn der Inhalt komplex ist. Gelingt dies, versteht der Empfänger den Sachverhalt, ohne sich grossartig anstrengen zu müssen. Doch was macht einen Text verständlich?

Das Hamburger Verständlichkeitsmodell schafft Klarheit

In den 1970-er Jahre entwickelten deutsche Psychologen um Friedemann Schulz von Thun im Rahmen einer 10-jährigen Forschungsarbeit das
«Hamburger Verständlichkeitsmodell». Sie stützen sich dabei auf Ergebnisse aus der Lesbarkeitsforschung und auf das Vier-Seiten-Modell der Kommunikation, nach dem jede Äusserung vier Ebenen hat (Sachebene, Selbstkundgabe, Beziehungs- und Appellseite).

Ihr Modell beinhaltet vier Dimensionen der Verständlichkeit:

  1. Einfachheit
  2. Gliederung und Ordnung
  3. Kürze und Prägnanz
  4. Anregende Zusätze

Wer beim Schreiben auf diese vier Dimensionen achtet und die richtige Mischung findet, vermittelt seine Botschaften effizient und macht das Lesen zur Freude. „Sich verständlich ausdrücken – Hommage an einen Klassiker.“ weiterlesen

Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.

Das Aufkommen von Internet und sozialen Medien hat uns neben vielen Vorzügen auch viele Herausforderungen beschert, ich denke an Themen wie „Handysucht“, „Digitale Demenz“ oder der Verlust der Fähigkeit, konzentriert zu arbeiten.

Ich möchte gerne auf eine Thematik eingehen, die mich aktuell am meisten stört: Das massenhafte Vorkommen von Bullshit. Sei es beim Zappen durch das TV-Programm, beim Surfen durch das Internet oder beim Öffnen gewisser Social Media Portale: Selbst-ernannte Experten schleudern uns ihre Halbwahrheiten entgegen und stehlen uns wertvolle Aufmerksamkeit.

Gut, fairerweise kann man einwenden, dass es schon immer belangloses Geschwätz, Gefasel, Hochstaplerei, Schwindel und Quacksalberei gegeben hat. Aber mit den sozialen Medien und der zunehmenden Geschwindigkeit und Omnipräsenz von Informationen jedwelcher Art ist ein Level erreicht, der eine eingehendere Auseinandersetzung mit Bullshit rechtfertigt. „Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.“ weiterlesen

Unangemessene Vereinfachung – Gefahren im Umgang mit Komplexität.

Es ist eine Binsenweisheit: Die Menge an Informationen und auch deren Komplexität nehmen laufend zu. Seien es Marketing-Kampagnen, politische Diskussionen oder wissenschaftliche Forschungsergebnisse: Uns fehlt die Übersicht.

Das Patentrezept der letzten Jahre: Wir müssen Komplexität reduzieren.

Das ist wohl nachvollziehbar, aber trotzdem oft nicht zielführend. Denn komplexe Herausforderungen wie z.B. das hybride Kundenverhalten, die Umsetzung der neue Unternehmens-Strategie oder der Klimawandel lassen sich nun mal nicht in eine Vier-Felder-Matrix, einen 140-Zeichen-Tweet oder eine 20Minuten-News zwängen. „Unangemessene Vereinfachung – Gefahren im Umgang mit Komplexität.“ weiterlesen

Unternehmenszweck vs. Unternehmenssinn – Der Unterschied macht den Unterschied.

Leitbilder gibt es in jeder Unternehmung. Und die meisten sehen ähnlich aus. Und sind somit beliebig, austauschbar, unbrauchbar. Grund: Die eigentlich wichtige Frage „Warum ist diese Organisation (Firma) in der Welt?“ wird gar nicht beantwortet. Darauf eine schlüssige Antwort zu geben, muss das Ziel jeder (schriftlich festgehaltenen) Unternehmensphilosophie sein.

Viele Begriffe für dasselbe Phänomen

Dabei muss man leider feststellen: Der Begriff Philosophie wird im Zusammenhang mit Unternehmen beinahe inflationär verwendet. Man findet sie überall, auf Websiten, in Broschüren, auf hübschen Schildern in Sitzungszimmer und im schlimmsten Fall sogar auf der Toilette. Dabei wird anstatt dem Wort „Philosophie“ oft auch „unsere Werte“, „unser Selbstverständnis“ oder „unser Leitbild“ verwendet. Letzlich geht es aber immer um ein und dieselbe Frage: Was treibt unser Unternehmen an, wie sehen wir die Welt und wie wollen wir mit ihr umgehen?

Es geht also um den grundlegenden Kern, um die Essenz, um das Zentrale. Leider gelingt die Umsetzung dieses hohen Anspruchs mehr schlecht als recht. „Unternehmenszweck vs. Unternehmenssinn – Der Unterschied macht den Unterschied.“ weiterlesen