VUCA – Eine Antwort auf Komplexität in Veränderungsprozessen.

Immer mehr Unternehmen stehen vor Veränderungssituationen oder befinden sich bereits mitten drin. Je nach Dynamik des Umfeldes ist „nach der Reorganisation“ bereits wieder „vor der Reorganisation“.

Die Gründe liegen in der zunehmenden Komplexität unserer Umwelt, kombiniert mit den steigenden Anforderungen und Erwartungen seitens Mitarbeitenden, Kunden und weiterer Anspruchsgruppen.

Im Angesicht solcher (teilweise tiefgreifender) Veränderungsprozessen lässt sich in Organisationen ein Muster erkennen, welches sich am besten mit dem berühmten Phasen-Modell der schweiz-US-amerikanischen Psychologin Elisabeth Kübler Ross erläutern lässt. Umgedeutet auf die Unternehmenssituation:

 

Dieser Verlauf ist zu einem gewissen Grad völlig normal. Die Kurve zeigt „den Durchschnitt“ der Belegschaft an. Je nach Persönlichkeit, Charakter oder persönlicher Betroffenheit begegnen die Mitarbeitenden der Veränderung mehr oder weniger positiv. „VUCA – Eine Antwort auf Komplexität in Veränderungsprozessen.“ weiterlesen

Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.

Das Aufkommen von Internet und sozialen Medien hat uns neben vielen Vorzügen auch viele Herausforderungen beschert, ich denke an Themen wie „Handysucht“, „Digitale Demenz“ oder der Verlust der Fähigkeit, konzentriert zu arbeiten.

Ich möchte gerne auf eine Thematik eingehen, die mich aktuell am meisten stört: Das massenhafte Vorkommen von Bullshit. Sei es beim Zappen durch das TV-Programm, beim Surfen durch das Internet oder beim Öffnen gewisser Social Media Portale: Selbst-ernannte Experten schleudern uns ihre Halbwahrheiten entgegen und stehlen uns wertvolle Aufmerksamkeit.

Gut, fairerweise kann man einwenden, dass es schon immer belangloses Geschwätz, Gefasel, Hochstaplerei, Schwindel und Quacksalberei gegeben hat. Aber mit den sozialen Medien und der zunehmenden Geschwindigkeit und Omnipräsenz von Informationen jedwelcher Art ist ein Level erreicht, der eine eingehendere Auseinandersetzung mit Bullshit rechtfertigt. „Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.“ weiterlesen

VUCA – Orientierung in komplexen Zeiten

Ursprünglich eingeführt vom US Army War College nach dem Kalten Krieg, um die „neue, komplexe Weltordnung“ zu erklären, kann uns VUCA (ein Akkronym für volatility, uncertainty, complexity and ambiguity) auch heute noch wertvolle Dienste leisten.

Denn unsere Welt und unsere Herausforderungen lassen sich mit diesen vier Begriffen zweckdienlich kategorisieren. Und es lassen sich auch Antworten und Instrumente definieren, die uns helfen, mit VUCA konstruktiv umzugehen. Doch zuerst folgt eine kurze Einleitung.

Volatilität (volatility)

Flüchtigkeit. Wir leben in einer Welt, die sich ständig verändert, instabiler wird und in der kleine oder gravierende Veränderungen unvorhersehbarer werden – und zwar immer drastischer und immer schneller. Ereignisse verlaufen völlig unerwartet und das Verstehen von Ursache und Wirkung wird mitunter unmöglich. „VUCA – Orientierung in komplexen Zeiten“ weiterlesen

Unangemessene Vereinfachung – Gefahren im Umgang mit Komplexität.

Es ist eine Binsenweisheit: Die Menge an Informationen und auch deren Komplexität nehmen laufend zu. Seien es Marketing-Kampagnen, politische Diskussionen oder wissenschaftliche Forschungsergebnisse: Uns fehlt die Übersicht.

Das Patentrezept der letzten Jahre: Wir müssen Komplexität reduzieren.

Das ist wohl nachvollziehbar, aber trotzdem oft nicht zielführend. Denn komplexe Herausforderungen wie z.B. das hybride Kundenverhalten, die Umsetzung der neue Unternehmens-Strategie oder der Klimawandel lassen sich nun mal nicht in eine Vier-Felder-Matrix, einen 140-Zeichen-Tweet oder eine 20Minuten-News zwängen. „Unangemessene Vereinfachung – Gefahren im Umgang mit Komplexität.“ weiterlesen

Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.

Ein Wort, das im Titel mehr als eine Zeile braucht und 35 Zeichen zählt, kann das was Gutes sein? Und weshalb soll das relevant oder lesenswert sein?

Ich bin überzeugt, dass die Fähigkeit, mit Überforderung, Stress und Unsicherheit konstruktiv umzugehen, ein wichtiger Erfolgsfaktor der kommenden Jahre und Jahrzehnte ist.

Sei es als Projektleiter oder als Vater zweier Kinder: In gewissen Situationen wünschte ich mir, ich hätte mehr als 1 Kopf und mehr als 2 Hände, um allen und allem gerecht zu werden. Doch anstatt sich Unmögliches zu wünschen, konzentriert man sich besser darauf, die kurzfristige Überforderung zu bewältigen.

Das gelingt nicht von heute auf morgen. Doch mit einer konstruktiven Einstellung und jahrelanger Berufserfahrung bringt mich heute nichts mehr so schnell aus der Ruhe. Was sich für alle Beteiligten lohnt, da man mit ruhigem Kopf das Ziel nicht aus den Augen verliert und bessere Entscheide trifft. „Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.“ weiterlesen

Empathie – Die Menschen verstehen.

Als psychologisch interessierter und tendenziell nachdenklicher Mensch setze ich mich seit je her mit mir selber, meinem Leben und meinem Umfeld auseinander.

Wer bin ich, was treibt mich an, welche Eigenschaften beschreiben mich? Spätestens bei einem Bewerbungsgespräch muss man darauf eine gescheite Antwort liefern, sonst tut man sich keinen Gefallen…

Viele Menschen, mit denen ich zu tun hatte und habe, würden Empathie vermutlich nicht zu oberst auflisten, wenn sie mich beschreiben müssten. Aber nur, wenn man Empathie einseitig als „mitfühlend und nett sein“ versteht.

Trotzdem ist diese Eigenschaft, dieser Wert, für mich von zentraler Bedeutung. Denn er sorgt letztlich dafür, dass ich erfolgreich Kommunikation betreiben kann. Doch alles von Anfang an: „Empathie – Die Menschen verstehen.“ weiterlesen

Realismus – Mit beiden Beinen am Boden.

Um im Geschäft mit der Kommunikation Erfolg zu haben, muss man einen aufgeweckten Geist haben, Vorstellungskraft, Neugier, Lust am Lernen und Begeisterungsfähigkeit.

Da kann es zwischendurch geschehen, dass eine Person oder eine Idee eine Eigendynamik entwickelt und „abhebt“, nur um später wieder abzustürzen.

Was uns davor bewahrt, ist ein gesunder Realismus. Kein Pessimismus, keine Kritiksucht oder Angst, sondern gesunder Realismus, gespiesen durch Erfahrung und Intuition.

Dieser Teil meines Charakters fordert mich ständig heraus und nervt mich zuweilen ziemlich: Kaum hat meine kreative, optimistische, begeisterungsfähige Seite eine tolle Idee oder sieht eine Möglichkeit, kommt sogleich der Realismus-Mahnfinger und fragt: Bist Du Dir da sicher? Was, wenn X oder Y geschieht? Was sind die Risiken? „Realismus – Mit beiden Beinen am Boden.“ weiterlesen

Analyse – Wissen, worum es geht.

Egal ob es um die Schärfung einer Identität, die Formulierung von Botschaften oder die Übernahme einer Projektleitung geht: Am Anfang sollte stets eine (zumindest kurz und knappe) Analyse stehen.

Unter Analyse verstehe ich eine zielführende, systematische und für den Kunden nachvollziehbare Untersuchung einer Situation: Wie ist die Ausgangslage, was sind die Herausforderungen, was für Abhängigkeiten gibt es, wie sieht es mit Ressourcen aus etc.

Ziel ist das Gewinnen von neuen, wertvollen Erkenntnissen, welche die Basis für Entscheide, Konzepte und Strategien sind. „Analyse – Wissen, worum es geht.“ weiterlesen

Ambiguitätstoleranz – Mehrdeutigkeit und Widersprüche akzeptieren und aushalten.

In der heutigen Berufswelt, und insbesondere als Projektleiter, kommt man unweigerlich in Situationen, die mehrdeutig oder sogar widersprüchlich sind.

Das kann unangenehm sein, Stress hervorrufen und im schlimmsten Fall den Projekterfolg gefährden.

In solchen Momenten ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und die momentanen Unsicherheiten auszuhalten. Nur so bleibt man handlungsfähig und führt seine Vorhaben auch gegen kurzfristige Widrigkeiten zum Erfolg.

Es geht letztlich darum, Vieldeutigkeit und Unsicherheit zur Kenntnis zu nehmen und ertragen zu können und dabei idealerweise auch positiv zu bleiben. Dies wird in der Fachwelt als „Ambiguitätstoleranz“ bezeichnet. „Ambiguitätstoleranz – Mehrdeutigkeit und Widersprüche akzeptieren und aushalten.“ weiterlesen

Konstruktivität – Lösungsorientiert vorgehen.

Wir alle durchleben zwischendurch harte Zeiten. Das ist Leben ist wahrlich kein Ponyhof. Die Frage ist bloss, WIE wir mit diesen Herausforderungen umgehen.

Suchen wir Ausreden? Sind die Umstände schuld? Oder haben alle anderen wieder nicht geliefert und gemacht, was sie hätten tun sollen?

Wenn es darum geht, etwas zu lernen, sich zu verbessern, dann kann die Analyse der Herkunft der Probleme durchaus Sinn machen und obige Fragen können teilweise gerechtfertigt sein. Doch damit ist die Aufgabe noch nicht gelöst, der Kunde noch lange nicht zufrieden. „Konstruktivität – Lösungsorientiert vorgehen.“ weiterlesen

Mittelwert – was genau ist gemeint?

Wenn wir Phänomene, vorallem wenn Sie mit Zahlen und Häufigkeit zu tun haben, beschreiben wollen, bedienen wir uns oft dem Begriff „im Durchschnitt“. Viele verstehen darunter das „arithmetische Mittel“.

Gerade auch im Marketing und im Management zieht man solche Hilfsmittel hinzu, um Entscheide abzustützen.

Ohne zu fest in statistische (Un-)Tiefen abdriften zu wollen, lohnt sich deshalb ein kurzer Ausflug, um Mittelwerte zukünftig möglichst sinnvoll einzusetzen. „Mittelwert – was genau ist gemeint?“ weiterlesen

Kompliziert oder komplex – unterschiedliche Zustände fordern unterschiedliche Vorgehensweisen.

Unsere Welt wird aufgrund von Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung und Spezialisierung laufend komplexer und dynamischer.

Jede Entscheidung hat Auswirkungen. Der kausale Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung entzieht sich je länger je mehr unserer Fassbarkeit.

Es fehlt die Übersicht. Trotzdem müssen wir handlungsfähig bleiben.

Was hierbei helfen kann, ist die Unterscheidung von Phänomenen (Problemen, Systemen etc.) in zwei unterschiedliche Zustände: komplex und kompliziert. „Kompliziert oder komplex – unterschiedliche Zustände fordern unterschiedliche Vorgehensweisen.“ weiterlesen