Professionelle Texte – Warum sich eine eigene Markensprache lohnt.

Bei Marken, Branding, Corporate Identity denken viele von uns zuerst an Design, Farben, das Logo. Dabei definieren sich erfolgreiche Brands nicht nur über Äusserlichkeiten. Marken brauchen auch eine Stimme. Deshalb widmet sich dieser Blog-Beitrag dem Corporate Text, dem unterschätzten Erfolgsfaktor.

Oft hört man: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Stimmt schon, ist aber leider nur die halbe Wahrheit. Korrekt müsste es lauten:

Bilder schaffen Aufmerksamkeit. Aber Worte stiften Sinn.

Wenn es z.B. um Kunst geht, dann darf jeder eine andere Botschaft in ein Werk hineininterpretieren. Aber wenn es um zielgerichtete Kommunikation geht, muss eine klare Botschaft übermittelt werden. Dann darf es keinen Zweifel geben, ob/wie/warum das Bild zu verstehen ist. So funktioniert erfolgreiche Marketing-Kommunikation: im sinnvollen Zusammenspiel von Wort und Bild. „Professionelle Texte – Warum sich eine eigene Markensprache lohnt.“ weiterlesen

Die Klippen der Reaktanz umschiffen – Mit Storytelling.

Warum sind Geschichten überzeugender und motivierender als Fakten und logische Argumente? Der Held einer guten Geschichte als Projektions- und Identifikationsfigur spielt hier eine zentrale Rolle. Warum?

Wer Menschen überzeugen will, muss oft viele Widerstände überwinden: Zweifel und Kritik, Desinteresse oder sogar offene Ablehnung. Eine der grössten Herausforderungen im Überzeugungsprozess ist jedoch die Reaktanz.

Psychologen verstehen darunter eine Abwehrhaltung aufgrund eingeschränkter Wahlfreiheit. Quasi eine Überreaktion ins Negative, wenn wir das Gefühl haben, dass unser Entscheidungsspielraum eingeschränkt wird. Wir fühlen uns unter Druck gesetzt durch eine selektive Auswahl von Argumenten oder gar manipulierte Fakten. „Die Klippen der Reaktanz umschiffen – Mit Storytelling.“ weiterlesen

Mit „Warum“ die Kommunikation wirkungsvoller machen.

Die allermeisten von uns wissen, WAS sie tun: Die Produkte die wir verkaufen oder den Job den wir erledigen. Einige von uns wissen, WIE sie dies tun: Die Eigenschaften, die uns von anderen unterscheiden (USP, Differenzierung etc.). Aber die wenigsten von uns können klar zum Ausdruck bringen, WARUM sie tun, was sie tun. Dabei liegt hier die Quelle für Motivation und Erfolg.

Manchmal verwandelt sich ein Projekt, das zu Beginn wie ein Spaziergang wirkte, plötzlich zu einem Disaster. Oder andersrum, wir bringen etwas supertoll zum Abschluss, obwohl die Annahmen und Analysen das Gegenteil hatten vermuten lassen.  Solche Mysterien lassen sich erklären mit der Frage nach dem WARUM. „Mit „Warum“ die Kommunikation wirkungsvoller machen.“ weiterlesen

VUCA – Eine Antwort auf Komplexität in Veränderungsprozessen.

Immer mehr Unternehmen stehen vor Veränderungssituationen oder befinden sich bereits mitten drin. Je nach Dynamik des Umfeldes ist „nach der Reorganisation“ bereits wieder „vor der Reorganisation“.

Die Gründe liegen in der zunehmenden Komplexität unserer Umwelt, kombiniert mit den steigenden Anforderungen und Erwartungen seitens Mitarbeitenden, Kunden und weiterer Anspruchsgruppen.

Im Angesicht solcher (teilweise tiefgreifender) Veränderungsprozessen lässt sich in Organisationen ein Muster erkennen, welches sich am besten mit dem berühmten Phasen-Modell der schweiz-US-amerikanischen Psychologin Elisabeth Kübler Ross erläutern lässt. Umgedeutet auf die Unternehmenssituation:

 

Dieser Verlauf ist zu einem gewissen Grad völlig normal. Die Kurve zeigt „den Durchschnitt“ der Belegschaft an. Je nach Persönlichkeit, Charakter oder persönlicher Betroffenheit begegnen die Mitarbeitenden der Veränderung mehr oder weniger positiv. „VUCA – Eine Antwort auf Komplexität in Veränderungsprozessen.“ weiterlesen

Sich verständlich ausdrücken – Hommage an einen Klassiker.

Es ist nicht besonders schwierig, kompliziert zu schreiben. Die Kunst liegt vielmehr darin, verständlich zu schreiben, und zwar auch dann, wenn der Inhalt komplex ist. Gelingt dies, versteht der Empfänger den Sachverhalt, ohne sich grossartig anstrengen zu müssen. Doch was macht einen Text verständlich?

Das Hamburger Verständlichkeitsmodell schafft Klarheit

In den 1970-er Jahre entwickelten deutsche Psychologen um Friedemann Schulz von Thun im Rahmen einer 10-jährigen Forschungsarbeit das
«Hamburger Verständlichkeitsmodell». Sie stützen sich dabei auf Ergebnisse aus der Lesbarkeitsforschung und auf das Vier-Seiten-Modell der Kommunikation, nach dem jede Äusserung vier Ebenen hat (Sachebene, Selbstkundgabe, Beziehungs- und Appellseite).

Ihr Modell beinhaltet vier Dimensionen der Verständlichkeit:

  1. Einfachheit
  2. Gliederung und Ordnung
  3. Kürze und Prägnanz
  4. Anregende Zusätze

Wer beim Schreiben auf diese vier Dimensionen achtet und die richtige Mischung findet, vermittelt seine Botschaften effizient und macht das Lesen zur Freude. „Sich verständlich ausdrücken – Hommage an einen Klassiker.“ weiterlesen

Xennials – Vermittler zwischen den Welten.

Menschen suchen nach Ordnung und Struktur. So beschäftigen sich z.B. Soziologen, Philosophen und Wirtschaftswissenschaftler gerne mit der Suche, Definition und Benennung von Generationen.

Auf die Baby-Boomer (geboren nach dem zweiten Weltkrieg bis 1965) folgte die Generation X (1965 – 1980), in Deutschland auch Generation Golf genannt, und darauf die Generation Y (1980 – 2000), auch Millenials genannt. Aktuell wächst Generation Z (2000-2015) heran. Welcher Buchstabe/Zahl/Zeichen wohl als nächstes kommt?

Wie auch immer, zu diesen Begriffen wurde bereits erschöpfend viel geschrieben und geredet. Mir geht es weder um die Korrektheit dieser Beschreibungen noch um nostalgisches Schwelgen in der Vergangenheit, sondern um ein interessantes Phänomen zwischen der Generation X und den Millenials.

Als Mensch mit Jahrgang 1980 befinde ich mich nämlich genau im Sandwich, am Kulminationspunkt dieser beiden Gruppen. „Xennials – Vermittler zwischen den Welten.“ weiterlesen

Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.

Das Aufkommen von Internet und sozialen Medien hat uns neben vielen Vorzügen auch viele Herausforderungen beschert, ich denke an Themen wie „Handysucht“, „Digitale Demenz“ oder der Verlust der Fähigkeit, konzentriert zu arbeiten.

Ich möchte gerne auf eine Thematik eingehen, die mich aktuell am meisten stört: Das massenhafte Vorkommen von Bullshit. Sei es beim Zappen durch das TV-Programm, beim Surfen durch das Internet oder beim Öffnen gewisser Social Media Portale: Selbst-ernannte Experten schleudern uns ihre Halbwahrheiten entgegen und stehlen uns wertvolle Aufmerksamkeit.

Gut, fairerweise kann man einwenden, dass es schon immer belangloses Geschwätz, Gefasel, Hochstaplerei, Schwindel und Quacksalberei gegeben hat. Aber mit den sozialen Medien und der zunehmenden Geschwindigkeit und Omnipräsenz von Informationen jedwelcher Art ist ein Level erreicht, der eine eingehendere Auseinandersetzung mit Bullshit rechtfertigt. „Bullshit – Ein Phänomen unserer Zeit.“ weiterlesen

Klarheit im Quadrat – Zwischenmenschliche Kommunikation meistern

Wir alle tun es täglich, seit Jahrzehnten, und doch scheitern wir hin und wieder dabei: Miteinander reden. Die zwischenmenschliche Kommunikation scheint einerseits ganz einfach („das kann ja jeder“), andererseits sehr schwierig („er versteht mich einfach nicht“).

Erfolgreiche Kommunikation ist eine komplexe Angelegenheit. Doch es gibt Mittel und Wege, diese Komplexität zu meistern und mehr Klarheit in unsere Kommunikation zu bringen. Damit Projekte mit Erfolg bewältigt werden können und Beziehungen (sei es geschäftlich oder privat) florieren können.

Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun

Manchmal haben wir in Gesprächen das Gefühl, dass irgendetwas einfach nicht bei unserem Gesprächspartner ankommt. Auch wenn man Formulierungen ändert oder versucht, sich der Sache von einer anderen Seite zu nähern: Es gibt da diese Kommunikationsbarriere, die sich einfach nicht überwinden lässt. „Klarheit im Quadrat – Zwischenmenschliche Kommunikation meistern“ weiterlesen

VUCA – Orientierung in komplexen Zeiten

Ursprünglich eingeführt vom US Army War College nach dem Kalten Krieg, um die „neue, komplexe Weltordnung“ zu erklären, kann uns VUCA (ein Akkronym für volatility, uncertainty, complexity and ambiguity) auch heute noch wertvolle Dienste leisten.

Denn unsere Welt und unsere Herausforderungen lassen sich mit diesen vier Begriffen zweckdienlich kategorisieren. Und es lassen sich auch Antworten und Instrumente definieren, die uns helfen, mit VUCA konstruktiv umzugehen. Doch zuerst folgt eine kurze Einleitung.

Volatilität (volatility)

Flüchtigkeit. Wir leben in einer Welt, die sich ständig verändert, instabiler wird und in der kleine oder gravierende Veränderungen unvorhersehbarer werden – und zwar immer drastischer und immer schneller. Ereignisse verlaufen völlig unerwartet und das Verstehen von Ursache und Wirkung wird mitunter unmöglich. „VUCA – Orientierung in komplexen Zeiten“ weiterlesen

Ganzheitlich kommunizieren – mit Hirn, Herz und Hand.

Damit Komplexität in der Kommunikation erfolgreich gemeistert werden kann, muss man sich zwangsläufig auch mit pädagogischen Fragen auseinandersetzen.

Als Absender* von (komplexer) Kommunikation habe ich gegenüber meiner Zielgruppe ja automatisch einen Informationsvorsprung. Wie gelingt es mir, meine Inhalte verständlich und ansprechend zu gestalten, damit diese beim Empfänger* etwas auslösen?

* Das simple „Absender-Empfänger-Modell“ entpricht nicht meinem persönlichen Verständnis von Kommunikation. Ich verwende es hier trotzdem, da es hilft, die Fragestellung zu veranschaulichen.

Ganzheitliches Konzept von Pestalozzi

Als verantwortungsvoller Vater began mich diese Frage vor einigen Jahren auch privat zu interessieren. Eine inspirierende Antwort fand ich im Werk des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi. Vereinfacht gesagt geht es um folgenden Dreiklang: Hirn, Herz, Hand.

Sein Ziel war ein ganzheitliches, handlungsorientiertes Konzept, das der Art und Weise, wie wir Menschen Informationen aufnehmen, gerecht wird. Im Zusammenhang mit komplexer Kommunikation also sinngemäss:   „Ganzheitlich kommunizieren – mit Hirn, Herz und Hand.“ weiterlesen

Unangemessene Vereinfachung – Gefahren im Umgang mit Komplexität.

Es ist eine Binsenweisheit: Die Menge an Informationen und auch deren Komplexität nehmen laufend zu. Seien es Marketing-Kampagnen, politische Diskussionen oder wissenschaftliche Forschungsergebnisse: Uns fehlt die Übersicht.

Das Patentrezept der letzten Jahre: Wir müssen Komplexität reduzieren.

Das ist wohl nachvollziehbar, aber trotzdem oft nicht zielführend. Denn komplexe Herausforderungen wie z.B. das hybride Kundenverhalten, die Umsetzung der neue Unternehmens-Strategie oder der Klimawandel lassen sich nun mal nicht in eine Vier-Felder-Matrix, einen 140-Zeichen-Tweet oder eine 20Minuten-News zwängen. „Unangemessene Vereinfachung – Gefahren im Umgang mit Komplexität.“ weiterlesen

Identität – Das Filetstück der Kommunikation

Die Auseinandersetzung mit (der eigenen) Identität ist die Basis für Erfolg und Zufriedenheit. Das gilt für Privatpersonen als auch für Unternehmen. Identität ist die Basis eines durchgängigen Kunden- und Markenerlebnisses.

Das gilt bereits heute und wird sich in Zukunft noch zuspitzen, weil: Die Dynamik nimmt ständig zu. Branchen, Märkte, Trends, Innovationen, Berufe – alles wird schneller, komplexer, vernetzter, globaler und transparenter. Grenzen verwischen. Veränderung ist Dauerzustand.

Die einzigartigen Fähigkeiten eines Unternehmens oder Menschen sind die Grundlage, um die eigene Zukunft zu gestalten. Die Identität ist Quelle des dauerhaften Erfolgs.

Als vertrauensvoller Berater unterstütze ich Sie bei der Schärfung und Weiterentwicklung Ihrer Identität, Ihrer „Positionierung“. „Identität – Das Filetstück der Kommunikation“ weiterlesen

Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.

Ein Wort, das im Titel mehr als eine Zeile braucht und 35 Zeichen zählt, kann das was Gutes sein? Und weshalb soll das relevant oder lesenswert sein?

Ich bin überzeugt, dass die Fähigkeit, mit Überforderung, Stress und Unsicherheit konstruktiv umzugehen, ein wichtiger Erfolgsfaktor der kommenden Jahre und Jahrzehnte ist.

Sei es als Projektleiter oder als Vater zweier Kinder: In gewissen Situationen wünschte ich mir, ich hätte mehr als 1 Kopf und mehr als 2 Hände, um allen und allem gerecht zu werden. Doch anstatt sich Unmögliches zu wünschen, konzentriert man sich besser darauf, die kurzfristige Überforderung zu bewältigen.

Das gelingt nicht von heute auf morgen. Doch mit einer konstruktiven Einstellung und jahrelanger Berufserfahrung bringt mich heute nichts mehr so schnell aus der Ruhe. Was sich für alle Beteiligten lohnt, da man mit ruhigem Kopf das Ziel nicht aus den Augen verliert und bessere Entscheide trifft. „Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.“ weiterlesen

Berufung – Das tun, was wir gut und gerne tun.

Diese Grafik bringt wunderbar zum Ausdruck, worum es bei der Berufung geht. Nämlich darum, das Grösste, Beste und Schönste aus seinem Dasein herauszuholen.

Nicht nur zu seinem eigenen Vorteil, sondern zum Wohle der gesamten Menschheit. Aber alles der Reihe nach.

Was die meisten von uns gut beschreiben können, ist ihr Beruf. Beruf im Sinne „der Tätigkeit, mit der wir unseren Lebensunterhalt verdienen“. Idealerweise ist das die Schnittmenge aus den Dingen, in denen wir gut sind, und unserer Bezahlung.

Schon bei der Leidenschaft kann es schwieriger werden, obwohl hier die meisten ein paar Hobbies oder Interessen nennen können. Aber wirkliche Leidenschaft? Flow-Erlebnisse? „Berufung – Das tun, was wir gut und gerne tun.“ weiterlesen

Empathie – Die Menschen verstehen.

Als psychologisch interessierter und tendenziell nachdenklicher Mensch setze ich mich seit je her mit mir selber, meinem Leben und meinem Umfeld auseinander.

Wer bin ich, was treibt mich an, welche Eigenschaften beschreiben mich? Spätestens bei einem Bewerbungsgespräch muss man darauf eine gescheite Antwort liefern, sonst tut man sich keinen Gefallen…

Viele Menschen, mit denen ich zu tun hatte und habe, würden Empathie vermutlich nicht zu oberst auflisten, wenn sie mich beschreiben müssten. Aber nur, wenn man Empathie einseitig als „mitfühlend und nett sein“ versteht.

Trotzdem ist diese Eigenschaft, dieser Wert, für mich von zentraler Bedeutung. Denn er sorgt letztlich dafür, dass ich erfolgreich Kommunikation betreiben kann. Doch alles von Anfang an: „Empathie – Die Menschen verstehen.“ weiterlesen

Shift in Skills – Verschiebung der Fähigkeiten.

In letzter Zeit beobachte ich eine sich Anbahnende Verschiebung der Skills, die wir zukünftig in den Arbeitsmarkt einbringen (sollten). Ich empfinde diese als sinnvoll, weshalb ich etwas näher darauf eingehen will.

Zu Beginn unserer beruflichen Laufbahn werden wir für unsere fachlichen Fähigkeiten (hard skills) eingestellt. Es geht um die Dinge, die wir in der Berufslehre oder im Studium erlernt haben.

Wenn man sich dann weiterentwickelt, sind laufend weitere, andere Fähigkeiten gefordert, was einem zwar niemand explizit sagt (ausser man hat einen guten Mentor), man aber beobachten kann. Das führt zu einer wichtigen Erkenntnis:

Diejenigen Fähigkeiten, die Dich in den Job gebracht haben, sind nicht diejenigen Fähigkeiten, die zu deiner Beförderung führen.

Natürlich soll man sein Fachwissen pflegen und weiterentwickeln. Aber das Weiterkommen könnte länger dauern oder sogar gar nicht stattfinden. Wer nicht weiterkommen will, kann hier aufhören mit lesen. „Shift in Skills – Verschiebung der Fähigkeiten.“ weiterlesen

Professionelles Projektmanagement – Ohne geht’s nicht.

PM - WandtafelProfessionelles Projektmanagement ist ein Erfolgsfaktor in der Arbeitswelt – heute und in den kommenden Jahrzehnten.

Im Berufsalltag werden Herausforderungen immer öfter “im Projekt” bearbeitet, da die herkömmliche Organisation mit den komplexen Anforderungen gar nicht mehr umgehen kann.

Umso wichtiger sind breit abgestützte, branchenunabhängige Projektmanagement-Verständnisse. Ich schreibe bewusst im Plural, da es meiner Meinung nach nie eine einheitliche Definition geben wird. Muss es auch nicht. „Professionelles Projektmanagement – Ohne geht’s nicht.“ weiterlesen

Realismus – Mit beiden Beinen am Boden.

Um im Geschäft mit der Kommunikation Erfolg zu haben, muss man einen aufgeweckten Geist haben, Vorstellungskraft, Neugier, Lust am Lernen und Begeisterungsfähigkeit.

Da kann es zwischendurch geschehen, dass eine Person oder eine Idee eine Eigendynamik entwickelt und „abhebt“, nur um später wieder abzustürzen.

Was uns davor bewahrt, ist ein gesunder Realismus. Kein Pessimismus, keine Kritiksucht oder Angst, sondern gesunder Realismus, gespiesen durch Erfahrung und Intuition.

Dieser Teil meines Charakters fordert mich ständig heraus und nervt mich zuweilen ziemlich: Kaum hat meine kreative, optimistische, begeisterungsfähige Seite eine tolle Idee oder sieht eine Möglichkeit, kommt sogleich der Realismus-Mahnfinger und fragt: Bist Du Dir da sicher? Was, wenn X oder Y geschieht? Was sind die Risiken? „Realismus – Mit beiden Beinen am Boden.“ weiterlesen

Analyse – Wissen, worum es geht.

Egal ob es um die Schärfung einer Identität, die Formulierung von Botschaften oder die Übernahme einer Projektleitung geht: Am Anfang sollte stets eine (zumindest kurz und knappe) Analyse stehen.

Unter Analyse verstehe ich eine zielführende, systematische und für den Kunden nachvollziehbare Untersuchung einer Situation: Wie ist die Ausgangslage, was sind die Herausforderungen, was für Abhängigkeiten gibt es, wie sieht es mit Ressourcen aus etc.

Ziel ist das Gewinnen von neuen, wertvollen Erkenntnissen, welche die Basis für Entscheide, Konzepte und Strategien sind. „Analyse – Wissen, worum es geht.“ weiterlesen

Ambiguitätstoleranz – Mehrdeutigkeit und Widersprüche akzeptieren und aushalten.

In der heutigen Berufswelt, und insbesondere als Projektleiter, kommt man unweigerlich in Situationen, die mehrdeutig oder sogar widersprüchlich sind.

Das kann unangenehm sein, Stress hervorrufen und im schlimmsten Fall den Projekterfolg gefährden.

In solchen Momenten ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und die momentanen Unsicherheiten auszuhalten. Nur so bleibt man handlungsfähig und führt seine Vorhaben auch gegen kurzfristige Widrigkeiten zum Erfolg.

Es geht letztlich darum, Vieldeutigkeit und Unsicherheit zur Kenntnis zu nehmen und ertragen zu können und dabei idealerweise auch positiv zu bleiben. Dies wird in der Fachwelt als „Ambiguitätstoleranz“ bezeichnet. „Ambiguitätstoleranz – Mehrdeutigkeit und Widersprüche akzeptieren und aushalten.“ weiterlesen

Konstruktivität – Lösungsorientiert vorgehen.

Wir alle durchleben zwischendurch harte Zeiten. Das ist Leben ist wahrlich kein Ponyhof. Die Frage ist bloss, WIE wir mit diesen Herausforderungen umgehen.

Suchen wir Ausreden? Sind die Umstände schuld? Oder haben alle anderen wieder nicht geliefert und gemacht, was sie hätten tun sollen?

Wenn es darum geht, etwas zu lernen, sich zu verbessern, dann kann die Analyse der Herkunft der Probleme durchaus Sinn machen und obige Fragen können teilweise gerechtfertigt sein. Doch damit ist die Aufgabe noch nicht gelöst, der Kunde noch lange nicht zufrieden. „Konstruktivität – Lösungsorientiert vorgehen.“ weiterlesen

Die drei grossen Projektmanagement-Standards – Ein Vergleich.

Projektmanagement - WerkzeugkastenProjektmanagement-Standards sind wie Werkzeugkästen, die uns helfen sollen, unsere Ziele mit einer gewohnten Auswahl an Werkzeugen (Tools) möglichst optimal zu erreichen.

Indem wir diese Werkzeuge regelmässig anwenden und stetig verbessern, werden die Resultate mit der Zeit immer besser.

International anerkannt sind drei Standards, die sich vor allem in der Herangehensweise und in Art und Umfang der geforderten Kompetenzen unterscheiden. „Die drei grossen Projektmanagement-Standards – Ein Vergleich.“ weiterlesen

Mittelwert – was genau ist gemeint?

Wenn wir Phänomene, vorallem wenn Sie mit Zahlen und Häufigkeit zu tun haben, beschreiben wollen, bedienen wir uns oft dem Begriff „im Durchschnitt“. Viele verstehen darunter das „arithmetische Mittel“.

Gerade auch im Marketing und im Management zieht man solche Hilfsmittel hinzu, um Entscheide abzustützen.

Ohne zu fest in statistische (Un-)Tiefen abdriften zu wollen, lohnt sich deshalb ein kurzer Ausflug, um Mittelwerte zukünftig möglichst sinnvoll einzusetzen. „Mittelwert – was genau ist gemeint?“ weiterlesen

Kompliziert oder komplex – unterschiedliche Zustände fordern unterschiedliche Vorgehensweisen.

Unsere Welt wird aufgrund von Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung und Spezialisierung laufend komplexer und dynamischer.

Jede Entscheidung hat Auswirkungen. Der kausale Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung entzieht sich je länger je mehr unserer Fassbarkeit.

Es fehlt die Übersicht. Trotzdem müssen wir handlungsfähig bleiben.

Was hierbei helfen kann, ist die Unterscheidung von Phänomenen (Problemen, Systemen etc.) in zwei unterschiedliche Zustände: komplex und kompliziert. „Kompliziert oder komplex – unterschiedliche Zustände fordern unterschiedliche Vorgehensweisen.“ weiterlesen

Unternehmenszweck vs. Unternehmenssinn – Der Unterschied macht den Unterschied.

Leitbilder gibt es in jeder Unternehmung. Und die meisten sehen ähnlich aus. Und sind somit beliebig, austauschbar, unbrauchbar. Grund: Die eigentlich wichtige Frage „Warum ist diese Organisation (Firma) in der Welt?“ wird gar nicht beantwortet. Darauf eine schlüssige Antwort zu geben, muss das Ziel jeder (schriftlich festgehaltenen) Unternehmensphilosophie sein.

Viele Begriffe für dasselbe Phänomen

Dabei muss man leider feststellen: Der Begriff Philosophie wird im Zusammenhang mit Unternehmen beinahe inflationär verwendet. Man findet sie überall, auf Websiten, in Broschüren, auf hübschen Schildern in Sitzungszimmer und im schlimmsten Fall sogar auf der Toilette. Dabei wird anstatt dem Wort „Philosophie“ oft auch „unsere Werte“, „unser Selbstverständnis“ oder „unser Leitbild“ verwendet. Letzlich geht es aber immer um ein und dieselbe Frage: Was treibt unser Unternehmen an, wie sehen wir die Welt und wie wollen wir mit ihr umgehen?

Es geht also um den grundlegenden Kern, um die Essenz, um das Zentrale. Leider gelingt die Umsetzung dieses hohen Anspruchs mehr schlecht als recht. „Unternehmenszweck vs. Unternehmenssinn – Der Unterschied macht den Unterschied.“ weiterlesen

Scrum – Die Alternative zu den klassischen PM-Standards?

Typisch amerikanisch kommt der Titel daher: In der halben Zeit doppelt so viel erledigen…

Was mir als Projektleiter an Scrum gefällt ist die realistische Vorgehensweise: Was zählt, ist was wirklich gemacht wurde, nicht was hätte sein können/sollen. Es herrscht volle Transparenz und man versucht ständig, Dinge noch besser zu machen. Voraussetzung sind Offenheit, Vertrauen und ein gemeinsames Ziel.

Alle Beteiligten sind sich bewusst, dass bei Projekten einerseits Unsicherheit vorkommen und man andererseits kreative Lösungen nicht planen kann. Scrum strukturiert diesen „ständigen Lern- und Verbesserungsprozess“, was höhere Motivation und besserer Qualität zur Folge hat. „Scrum – Die Alternative zu den klassischen PM-Standards?“ weiterlesen

Auftragsklärung – was der Kunde wollte…

PM - Auftragsklärung“Aber das habe ich mir nicht so vorgestellt!“ Wenn Sie diesen Satz schon mal von einem Kunden hören mussten, lohnt es sich, dem Thema “Auftragsklärung” ein paar Gedanken zu widmen.

Es geschieht oft, dass Kunden Fachbegriffe falsch verwenden, widersprüchliche Angaben machen, die technischen Möglichkeiten überschätzen oder einfach nicht genau wissen, was sie tatsächlich möchten.

Der Projektauftrag und die saubere Auftragsklärung zwischen Auftraggeber und Projektleitung ist die Basis jedes Projektes. Und der erste Grundstein für den späteren Projekterfolg. „Auftragsklärung – was der Kunde wollte…“ weiterlesen

Dienstleistungsmarketing – Die Vermarktung des Unfassbaren.

Wie macht man Werbung für etwas, das man nicht sehen, nicht anfassen, nicht riechen kann? Dieser Frage geht das links abgebildete, knapp tausend Seiten umfassende Standardwerk nach.

Ein Auto kann man spannend fotografieren, es macht Geräusche, man kann es anfassen und riechen. Aber eine Beratungsdienstleistung? Oder ein Bankkonto?

Gerade bei Dienstleistungen entsteht das „Produkt“ ja oft erst dann, wenn der Kunde mit dem Anbieter in Kontakt tritt und gemeinsam etwas „hergestellt“ wird. Das ergibt spannende Fragen bezüglich Service-Qualität und Nachhaltigkeit.

In der Schweiz arbeiten gemäss Bundesamt für Statistik mittlerweile rund 75% der Beschäftigten im Tertiärsektor, was die enorme Bedeutung von professionellem Dienstleistungs-Marketing weiter unterstreicht. „Dienstleistungsmarketing – Die Vermarktung des Unfassbaren.“ weiterlesen

Job, Stelle, Beruf – Eine kurze semantische Betrachtung.

Was auf den ersten Blick oft dasselbe meint („Wo bist Du tagsüber und was tust Du dort?“) entpuppt sich bei näherer Betrachtung als vielschichtiger und komplexer:

Das Wort Job ist – offensichtlich – aus dem Englischen übernommen und meint eher „Womit verdienst Du Dein Geld?“ Der Zeithorizont ist eher temporärer Natur.

Bei der Stelle geht es eher um die hierarchische Verortung in einer Organisation. Das Wort ist eher betriebswirtschaftlich geprägt, weshalb bei Entlassungen oft von Stellenabbau gesprochen wird. Die Stelle ist somit zwangsläufig ebenfalls einer gewissen Volatilität unterworfen, was den Zeithorizont auch eher am kurzen Ende vermuten lässt. „Job, Stelle, Beruf – Eine kurze semantische Betrachtung.“ weiterlesen

Integrierte Kommunikation – Der einzige Weg.

Was für ein schreckliches Buchcover. Völlig generisch, insbesondere das austauschbare Bild. Als Kommunikations-Profi kann ich nur den Kopf schütteln.

Nichts desto trotz handelt es sich beim Inhalt um wichtige und elementare Grundlagen, die man als Kommunikations- und Marketing-Profi kennen sollte.

Dieses Standardwerk von Prof. Dr. Manfred Bruhn hat vor über zehn Jahren im Studium mein persönliches Verständnis von wirkungsvoller (Unternehmens-) Kommunikation geprägt, weshalb ich diesem hier ein paar Zeilen widmen will. Wer sich von den über 700 Seiten und dem etwas wissenschaftlich-technischen Stil nicht abschrecken lässt, bekommt eine empirisch abgestütze Aufarbeitung des sehr breiten Themas „Unternehmenskommunikation“ geliefert.

Ein wichtiger Einschub vorneweg: Der Fokus liegt mehr in der Konzeption denn in der Realisation. Es ist nicht für Praktiker geschrieben. Aber die konzeptionelle Auseinandersetzung hilft, die Gedanken zu ordnen und systematisch und nachhaltig zu starken Ergebnissen zu kommen. Die Definition von integrierter Kommunikation lautet sinngemäss: „Integrierte Kommunikation – Der einzige Weg.“ weiterlesen

Kreative Bewerbungen – So geht’s auch!

Kreative Bewerbung Business GuyKreative Bewerbung Business GuyBewerbungen zu schreiben macht den wenigsten Menschen Spass. Mit jeder Absage wächst der Frust. Aber Frust gibt es nicht nur bei Bewerbern, sondern auch bei HR-Verantwortlichen.

Wenn diese entnervt das einhundertste Motivationsschreiben eines „teamfähigen, flexiblen, kommunikativen und kreativen“ Bewerbers beiseite legen, wäre ihnen ein wenig Abwechslung sicherlich auch recht.

Denn erzählen kann man bekanntlich viel, wenn der Tag und das Briefpapier lang ist. Was also tun, um sich aus der Masse der Bewerber hervorzuheben? Ganz einfach: Statt Worten Taten walten lassen. „Kreative Bewerbungen – So geht’s auch!“ weiterlesen