Überforderungsbewältigungskompetenz – Trotz psychischem Stress zum Ziel kommen.

Ein Wort, das im Titel mehr als eine Zeile braucht und 35 Zeichen zählt, kann das was Gutes sein? Und weshalb soll das relevant oder lesenswert sein?

Ich bin überzeugt, dass die Fähigkeit, mit Überforderung, Stress und Unsicherheit konstruktiv umzugehen, ein wichtiger Erfolgsfaktor der kommenden Jahre und Jahrzehnte ist.

Sei es als Projektleiter oder als Vater zweier Kinder: In gewissen Situationen wünschte ich mir, ich hätte mehr als 1 Kopf und mehr als 2 Hände, um allen und allem gerecht zu werden. Doch anstatt sich Unmögliches zu wünschen, konzentriert man sich besser darauf, die kurzfristige Überforderung zu bewältigen.

Das gelingt nicht von heute auf morgen. Doch mit einer konstruktiven Einstellung und jahrelanger Berufserfahrung bringt mich heute nichts mehr so schnell aus der Ruhe. Was sich für alle Beteiligten lohnt, da man mit ruhigem Kopf das Ziel nicht aus den Augen verliert und bessere Entscheide trifft.

Den Begriff „erfand“ vermutlich Dr. Christoph Kucklick, Chefredakteur GEO und Autor des klugen Buches „Die granulare Gesellschaft – Wie das Digitale unsere Wirklichkeit auflöst.

Wir müssen lernen, es auszuhalten, dass es auf die laufend komplexer werdenden Herausforderungen keine einfachen Antworten mehr gibt. Je länger, je weniger. Man kann sich dagegen wehren oder sogar kämpfen. Oder man kann versuchen, dieser Tatsache positiv gegenüber zu treten und das Beste daraus zu machen. Ich bin klar für letzteres.

Da es dabei auch darum geht, wie man ganz allgemein mit „Neuem“ umgeht, stellt sich unweigerlich die Frage, ob diese Fähigkeit mit dem Alter wieder abnimmt. Beim mittlerweile leider verstorbenen britischen Autoren Douglas Adams findet sich eine amüsante Antwort. Obwohl es ihm damals um den Umgang mit neuen Technologien ging, masse ich mir an, seine Regel zu verallgemeinern:

Auf Deutsch sinngemäss:

  • Alles, was in der Welt bereits vorhanden war, als wir zur Welt kamen, ist normal und gewöhnlich und gehört zum täglichen Leben
  • Alles was erfunden wird, wenn wir zwischen 15 und 35 Jahre alt sind, ist spannend und revolutionär und wir können damit unseren Lebensunterhalt verdienen
  • Alles was später erfunden wird ist gegen die natürliche Weltordnung

Ich plädiere dafür, offen und neugierig an Dinge heranzugehen und „den Fächer offen zu halten“.

Denn der Wandel bleibt letztlich die einzige Konstante. Entweder man gestaltet ihn mit, oder man wird gestaltet.

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