Empathie – Die Menschen verstehen.

Als psychologisch interessierter und tendenziell nachdenklicher Mensch setze ich mich seit je her mit mir selber, meinem Leben und meinem Umfeld auseinander.

Wer bin ich, was treibt mich an, welche Eigenschaften beschreiben mich? Spätestens bei einem Bewerbungsgespräch muss man darauf eine gescheite Antwort liefern, sonst tut man sich keinen Gefallen…

Viele Menschen, mit denen ich zu tun hatte und habe, würden Empathie vermutlich nicht zu oberst auflisten, wenn sie mich beschreiben müssten. Aber nur, wenn man Empathie einseitig als „mitfühlend und nett sein“ versteht.

Trotzdem ist diese Eigenschaft, dieser Wert, für mich von zentraler Bedeutung. Denn er sorgt letztlich dafür, dass ich erfolgreich Kommunikation betreiben kann. Doch alles von Anfang an:

Gemäss aktuellem Wikipedia-Eintrag bezeichnet Empathie die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen.

Für mich ist das die Basis gelingender Kommunikation. Was nützt die schönste Broschüre, die tollste Onlinebanner-Kampagne oder der lässigste Firmenevent, wenn das niemanden interessiert, weil man sein Zielpublikum zu wenig kennt. Nicht weiss, was es berührt, was es antreibt, was es interessiert?

Basis jeglicher Kommunikationsaktivitäten müssen obige Fragen sein. Im Zweifelsfall können hier Analyse-Werkzeuge wertvolle Dienste leisten. Denn jeder Franken, der nicht in zielgerichtete Kommunikation investiert wird, ist zuviel.

Das beschreibt, etwas hart forumliert, den Nutzen von Empathie aus Business-Optik. Doch Empathie kann noch viel mehr.

Neurowissenschaftlich betrachtet landet man rasch bei den (menschlichen) Spiegelneuronen, die offenbar dafür sorgen, dass wir uns in andere (Menschen oder auch Tiere) hinein versetzen können. Und somit die Basis sind, weshalb wir überhaupt miteinander kommunizieren können. Vielleicht ist das auch mit ein Grund, weshalb wir heute die herrschende Spezies auf diesem Planeten sind.

Intelligent und interdisziplinär, aber zuweilen auch ziemlich wissenschaftlich-technisch wird der Zusammenhang zwischen Spiegelneuronen, Empathie und Kommunikation im abgebildeten Werk herausgearbeitet.

Mimik, Gestik, Stimmlagen, Zwischentöne: all das verarbeitet unser Gehirn in Sekundenbruchteilen und macht uns letztlich zu Menschen.

Menschen mit Empathie zu begegnen sorgt dafür, dass wir uns verstanden und akzeptiert fühlen. Das gibt einem ein gutes Gefühl. Das schafft Vertrauen.

In meinem Berufsalltag als Projektleiter hat mir mein Einfühlungsvermögen schon oft wertvolle Dienste geleistet. Manchmal trifft man Entscheide, die man objektiv-sachlich nicht erklären kann. Aber die Intuition sagt einem, dass es richtig ist.

Das kann in Konstellation mit kontroll-orientierten Vorgesetzten oder Auftraggebern zu Spannungen führen, da man seine Entscheide manchmal „nicht nachvollziehbar erklären kann“. Hier braucht es Feingefühl seitens Projektleiter und etwas Vertrauen seitens Chef.

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